PDRN-Inhaltsstoffe: Lachs-DNA erklärt
Wir erklären sachlich, woher PDRN kommt, wie es gewonnen wird und warum Lachs-DNA zum Standard in koreanischen Kosmetikprodukten wurde.
Aktualisiert: Juli 2026
PDRN ist nicht einfach ein exotisches Wort — hinter der Abkürzung steckt ein konkreter Rohstoff mit einer messbaren Herkunft. Um das Trendprodukt richtig einzuordnen, lohnt es sich, die Fragen zu stellen: Woher kommt die Lachs-DNA, wie wird sie verarbeitet und was unterscheidet sie von Alternativen?
Wofür steht PDRN und wie wird es definiert?
PDRN ist die Abkürzung für Polydeoxyribonukleotide — eine eher technische Bezeichnung für langkettige Moleküle, die aus DNA gewonnen werden. Vereinfacht gesagt: Nukleotide sind Bausteine von DNA, und wenn mehrere dieser Bausteine aneinandergereiht werden, entsteht eine Polynukleotidkette. Diese wird aus der DNA von Fischen isoliert, gereinigt und für Kosmetik aufbereitet. In der INCI-Liste (Inhaltsstoffliste) finden Sie die Bezeichnung meist als „Polydeoxyribonucleotides" oder „PDRN Extract".
Welche Konzentration in einem Produkt vorliegt, wird oft in PPM (Parts Per Million) angegeben — ein weiterer Anhaltspunkt beim Vergleich.
Woher kommt die Lachs-DNA in PDRN-Kosmetik?
Das häufigste Ausgangsmaterial ist Lachs — deswegen heißt PDRN oft auch „Lachs-DNA" oder „Lachs-Polypeptide". Doch keine Sorge: Die DNA wird nicht lebenden Fischen entnommen. Stattdessen stammt das Material aus kontrollierten Quellen:
Zuchtfisch und Aquakulturen: Viele Hersteller beziehen DNA-Rohstoff aus zertifizierten Fischfarmen, wo die Zucht überwacht wird. Dies ermöglicht eine konsistente Qualität und Verfolgbarkeit.
Verarbeitungsnebenprodukte: Ein großer Teil der gewonnenen PDRN stammt aus Nebenströmen der Fischindustrie — also aus Teilen, die bei der Verarbeitung von Speisefisch sowieso anfallen. Das macht den Prozess nachhaltiger.
Seltener Wildlachs: Einige etablierte Marken nutzen auch Wildlachs, aber das ist eher die Ausnahme, um Fischbestände zu schonen. Wenn Sie Wert auf transparente Herkunft legen, fragen Sie beim Hersteller nach.
Wie wird PDRN aus der Lachs-DNA gewonnen?
Der Prozess folgt standardisierten biotechnologischen Verfahren: Zunächst wird das DNA-Rohmaterial vom Lachs entnommen und gereinigt. Dann wird die lange DNA-Kette in kürzere Stränge aufgespalten — ein Prozess namens Fragmentierung oder Depolymerisation. Dadurch entstehen die Polynukleotide, die in Kosmetik verwendet werden können. Anschließend wird das Material mehrfach gereinigt, um Verunreinigungen zu entfernen, und es folgt eine Standardisierung — damit jede Charge die gleiche Qualität hat. Etablierte Hersteller wie Rejuran haben diesen Prozess in den letzten Jahrzehnten perfektioniert und verfügen über patentierte Verfahrensschritte.
Synthetische Alternativen zu natürlichem PDRN
In der Forschung gibt es bereits Bemühungen, PDRN-ähnliche Substanzen synthetisch herzustellen — etwa im Labor, ohne von Lachs abhängig zu sein. Das hätte Vorteile: konsistente Reinheit, keine Tierprodukte, weniger ethische Bedenken. Bis jetzt haben sich synthetische PDRN-Alternativen in der Kosmetik-Industrie aber nicht als Massenstandard durchgesetzt. Die Gründe sind vielfältig: Der bewährte natürliche Prozess ist etabliert, die Kosten sind wettbewerbsfähig, und die Marken haben Vertrauen in die Rohstoffqualität. Wenn synthethische Varianten in Zukunft preislich und qualitativ konkurrenzfähig werden, könnte sich das ändern.
Wer vegan leben möchte, sollte nach synthetischen Formulierungen Ausschau halten oder auf andere K-Beauty-Wirkstoffe wie Hyaluronsäure ausweichen.
PDRN vs. pflanzliche Wirkstoffe: Ein fairer Vergleich
PDRN wird oft mit pflanzlichen Inhaltsstoffen wie Cica oder Schneckenschleim verglichen. Hier die Unterschiede in der Herkunft:
PDRN (Lachs-DNA): Tierischer Ursprung, aus Fischbeständen gewonnen, nicht vegan.
Cica (Centella Asiatica): Pflanzlicher Ursprung, aus Anbau gewonnen, oft vegan.
Snail Mucin: Tierischer Ursprung, von Schnecken gewonnen, nicht vegan.
Für die Kosmetik relevanter als die ethische Herkunft ist aber die tatsächliche Wirkung in der Pflege: PDRN wird vor allem als Feuchtigkeitsspender und Hautgefühl-Verbesserer eingesetzt, Cica eher für beruhigende Pflege, Snail Mucin für feuchtigkeitsspendende Glätte. Ein Vergleich der praktischen Anwendung finden Sie im Ratgeber PDRN vs. Hyaluron.
Transparenz beim Kauf: Worauf Sie bei der Inhaltsstoffliste achten
Wenn Sie ein PDRN-Produkt kaufen, können Sie selbst prüfen, wie seriös der Hersteller mit den Inhaltsstoffen umgeht:
INCI-Liste überprüfen: Gute Hersteller listen „Polydeoxyribonucleotides" oder „PDRN Extract" weit oben auf — das deutet auf hohe Konzentration hin.
PPM-Angabe: Manche Marken geben die PDRN-Konzentration in PPM an. Eine Angabe von „10.000 PPM" bedeutet zum Beispiel, dass 1 % des Produkts aus PDRN besteht — eine solide Menge.
Weitere Wirkstoffe: Seriöse Formulierungen kombinieren PDRN mit komplementären Stoffen wie Hyaluronsäure, Panthenol oder Peptiden — das deutet auf durchdachte Rezeptur hin.
Herkunftsangaben: Transparente Hersteller erklären auf ihrer Website oder Produktverpackung, woher ihre PDRN stammt und wie sie gewonnen wird. Scheuen Sie sich nicht, auf der Kontaktseite zu fragen.
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Medicube Salmon DNA PDRN Pink Peptide Serum
REJURAN Turnover Ampoule c-PDRN Lachs-DNA Serum
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Häufig gestellte Fragen
Woher stammt die Lachs-DNA in PDRN-Kosmetik?
Ist die Gewinnung von Lachs-DNA schädlich für Fische?
Was ist der Unterschied zwischen PDRN und Polynukleotiden?
Kann man PDRN aus anderen Quellen gewinnen?
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